Seminar Berlin 2008

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Geschlossen (Anmeldeschluss oder maximale Teilnehmerzahl erreicht)

Seit seiner Gründung nun schon zum vierten mal in Folge veranstaltet der Orpheus-Verein alljährlich ein Seminar für Teilnehmer des deutschen Auswahlverfahrens zur Internationalen Physikolympiade. Nach München, Darmstadt und Jena waren wir dieses Jahr vom 10. Oktober bis zum 12. Oktober an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Gast, und können auch diesmal mit dem Ergebnis vollauf zufrieden sein.

Ein interessantes und lehrreiches Wochenende wartete auf die Teilnehmer, Betreuer und Organisatoren. Nach der Begrüßung am Freitagnachmittag folgte auch gleich das erste Experiment und ein Gastvortrag über modernste physikalische Forschung: "Photonen, Gluonen, W- und Z-Bosonen: Von den Kräften, die die Welt zusammen halten."

Neben theoretischen Vorträgen und Aufgabenseminaren, konnten die Schüler auch Versuche durchführen, wozu sie im normalen Schulunterricht wohl kaum die Möglichkeit haben; auch an den Rückmeldungen in unseren Auswertungsbögen erkennt man, dass diese Gelegenheit, mit hochwertigen wissenschaftlichen Geräten zu experimentieren, auf besonderes Interesse gestoßen ist.

In der Theorie ging es um Optik, Mechanik, Elektrizitätslehre, Wärmelehre und Relativitätstheorie. Einige Vorträge wurden aufgrund von starkem Interesse (die Schüler mussten sich schon vorher entscheiden, welche Vorträge sie besuchen wollten) mehrmals gehalten, auch gab es zu einigen Themen einen Basis- und einen Fortgeschrittenenvortrag. Nachdem sie die Theorie gelernt hatten, konnten die Schüler ihre Kenntnisse anwenden und festigen, indem sie ausgewählte Olympiadeaufgaben aus vergangenen Jahren lösten.

Die Experimente waren eine Mischung aus echten Universitätsversuchen, wie sie von den Studenten an der HU durchgeführt werden, und wettbewerbstypischen Aufgaben, die in änhlicher Form oft in Olympiaden vorkommen. Die Schüler konnten Versuche mit Linsensystemen durchführen, die Wärmekapazität von Gasen messen, Reversionspendel untersuchen oder über den Aufbau einer elektrischen Blackbox grübeln... und natürlich noch vieles mehr. Wie auch bei den Theorieeinheiten konnten die Teilnehmer im Vorfeld wählen, was sie machen wollten, und hatten dann über das ganze Wochenende verteilt Gelegenheit, drei Experimente und vier Theorievorträge zu besuchen.

Auch wenn die Wissenschaft zweifellos im Mittelpunkt stand -- das Rahmenprogramm gehört natürlich genauso zu einer erfolgreichen Veranstaltung, denn "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum!". Am ersten Abend gingen wir in eine nahegelegene Gaststätte zur Kennenlernrunde beim Abendessen, wo sich sogleich lebhafte Gespräche über Themen aus der Physik, oder auch einfach über Gott und die Welt ergaben. Auch am Samstag und Sonntag wurde in den Pausen zwischen den Vorträgen und am Abend viel diskutiert und gespielt. Jeder war froh, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Auch für das leibliche Wohl war gut gesorgt: zwischen den Vorträgen standen Getränke und Kleinigkeiten bereit, zum Mittag wurde Pizza bestellt, am Abend ging es in ein Restaurant. Das einzige Problem war, dass wir uns auf zwei Gruppen aufteilen mussten, da nicht alle in eine Unterkunft passten. Schließlich war ja über unsere Erwartungen hinaus eine stattliche Zahl von 70 Teilnehmern beim Seminar; und das Interesse war noch größer, sodass wir leider sogar einigen Schülern absagen mussten.

Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne unsere Sponsoren; und es wäre doch schade, wenn so viel Wissensdurst und Neugier nicht gestillt würden, obwohl es andererseits genug Bereitschaft gibt, Kenntnisse mit anderen zu teilen! Wir danken Dr. Ingo Wilken, der maßgeblich an der Organisation beteiligt war, und Dr. Uwe Müller, der das Grundpraktikum an der HU leitet, und seine Qualikation sehr engagiert auch für dieses Seminar zur Verfügung gestellt hat. Weiterhin wurden wir auch finanziell unterstützt, so dass die Teilnehmer fast nur die Anfahrtskosten zu tragen hatten und sich also hoffentlich kein Interessent wegen finanzieller Bedenken gegen eine Teilnahme entscheiden musste. Vielen Dank an unsere Sponsoren und Förderer: den Cornelsen Verlag, das Passivhausinstitut Feist und die Technologiestiftung Berlin. Dank auch an die Teilnehmer für ihr Interesse und ihre Mitarbeit. Wollen wir hoffen, dass wir unsere junge Tradition fortführen können, und auch nächstes Jahr wieder ein so erfolgreiches und nützliches Seminar stattfinden wird!

Material zum Download:

Vortrag
über Fehlerrechnung

Hier einige Impressionen:




Ort: 
Berlin
Dauer: 
Freitag, 10. Oktober 2008 bis Sonntag, 12. Oktober 2008
Unterkunft: 
Deutschland
Tagungsort: 
Deutschland